VfL-Schwimmerin Steiger hat die Qual der Wahl

VfL-Schwimmerin Steiger hat die Qual der Wahl

Bei den am Donnerstag beginnenden Deutschen Meisterschaften in Berlin wieder VfL Gladbeck mit fünfStarterinnen vertreten sein. Top-Schwimmerin Jessica Steiger steht dabei vor einem Zwiespalt.

Sandra Steiger macht gerade Rast in Marienborn, als sie am Dienstagnachmittag einen Anruf entgegennimmt und aktuelle Wasserstandsmeldungen nach Gladbeck funkt. „Wir wollen schon am Abend in Berlin sein, in Ruhe Essen, ohne Stress“, lässt die Trainerin des VfL Gladbeck und bis einschließlich Sonntag Leiterin einer sechsköpfigen Fahrgemeinschaft wissen. „Am Mittwoch können wir dann ins Training einsteigen.“

Brust oder Freistil?
Das Reiseziel des rot-weißen Gladbecker Tross ist die 126. Auflage der Deutschen Meisterschaften in der Bundeshauptstadt, mit an Bord sind die beiden Töchter Nina (Jahrgang 1997) und Jessica (1992) sowie Lara Pillokat (1999), Rebecca Armborst (1997) und erstmals auch Marina Koop (2000).

Jessica Steiger, 21 Jahre jung, holte im Vorjahr einen nicht für möglich gehaltenen fünften Platz im Finale über 200 Meter Brust. Ob sie diesen Erfolg wiederholen kann? „Jessi ist sehr gut drauf“, versichert Mama und Trainerin Steiger, „aber es gibt ein Problem.“ Welches Problem, bitte? „Auch über 200 Meter Freistil ist sie momentan sehr schnell unterwegs, doch die Finals über beide Strecken finden innerhalb von zehn Minuten, also fast parallel statt.“ Davon ausgehend, dass sich die Tochter für genannte Endläufe qualifiziert: Welche Strategie also fährt der VfL? Coach Steiger: „Wir im Trainerteam haben uns dazu entschlossen, eine Entscheidung erst kurzfristig, also am Samstagabend zu treffen.“ Man darf gespannt sein.

Für Lara Pillokat, Nina Steiger und Rebecca Armborst soll es in Berlin darum gehen, ihre aktuelle Form, an der unlängst im Rahmen eines Trainingslagers auf Zypern gearbeitet wurde, mit Saisonbestzeiten zu bestätigen. Nicht mehr – aber auch nicht weniger – erhofft sich Trainerin Steiger von ihren „Mädels“. Der Blick geht dabei voraus auf die im Juni ebenfalls in Berlin stattfindenden Deutschen Jahrgangsmeisterschaften, bei denen sich der VfL eine ähnliche gute Ausbeute wie im Vorjahr erhofft, als die Gladbeckerinnen mit fünf Podiumsplätzen – ein kompletter Medaillensatz ging auf Pillokats Konto – die Heimreise antraten.

Für die Jüngste im Bunde, Marina Koop, geht es in Berlin um ein Ticket für das „European Youth Olympic Festival (EYOF)“, das im kommenden Jahr in der georgischen Hauptstadt Tiflis stattfinden wird. Koop, die in Berlin in einem gesonderten Jahrgangs-Wettbewerb auf den Startblock klettern wird, muss für die Teilnahme am EYOF eine Norm schwimmen, die es dann im Juni bei den Jahrgangs-Titelkämpfen zu bestätigen gilt.

Epping startet für den SV Gladbeck 13
Auch der Nachbarverein des VfL Gladbeck, der SV Gladbeck 13, schickt eine Aktive in die Bundeshauptstadt: Judith Epping (Jahrgang 1997) wird die schwarz-gelben Vereinsfarben vom 1. bis 4. Mai in Berlin vertreten.

Auch wenn für Epping die offenen nationalen Titelkämpfe eher als „Durchlauf-Station“ anzusehen sind, wird sie alle fünf Disziplinen, für die sie sich qualifiziert hat, auch in Angriff nehmen. Klar ist aber auch: Eppings Hauptaugenmerk liegt auf den Deutschen Jahrgangs-Meisterschaften, die Mitte Juni, ebenfalls in Berlin, ausgetragen werden.

Unlängst ist Epping mit ihrer Mannschaft von einem elftägigen Trainingslager aus Mainz zurückgekehrt. Die harten Einheiten dürften ihr sowie ihren Kolleginnen und Kollegen ganz aktuell noch in den Knochen stecken, kann sie schließlich ein Pensum von über 100 Trainingskilometern vorweisen.

Auch Cheftrainer Tim Spiwoks macht seinem Schützling nach dieser trainingsintensiven Osterferien keinen Druck, die Berliner Zeiten über 50, 100, 200m Rücken sowie 100 und 400m Freistil sollen als Standortbestimmung für den weiteren Saisonverlauf gelten.

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