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Die Schwimmerinnen des VfL Gladbeck hatten am vergangenen Wochenende eine schwere Aufgabe vor sich: Es galt einen wichtigen Schritt in Richtung Verbleib in der 2. Bundesliga zu tun. Dies ist ihnen mit einem guten siebten Platz auch tatsächlich gelungen, der VfL startet mit der punktetechnisch besten Ausgangslage in die Relegation.

Das erzielte Ergebnis wird in den entscheidenden Rückkampf übertragen. Dennoch gilt die „Mission Klassenerhalt“ noch lange nicht als abgeschlossen. „Es ist schon ein wenig verwegen, wie wir dieses Vorhaben angehen“, war sich das VfL-Trainerduo Sandra Steiger und Waldemar Götze vor dem Wettkampf im Bonner Frankenbad einig. Verwegen auch deshalb, weil die beiden jüngsten Mitstreiterinnen, Nina Steiger und Rebecca Armborst, gerade einmal 13 Jahre jung sind.

Zu den Rahmenbedingungen: Über insgesamt 16 verschiedene Strecken gingen die Starterinnen ins Rennen, dabei durfte jede Schwimmerin eine Strecke jeweils nur einmal schwimmen. Pro Mannschaftsmitglied waren fünf Starts erlaubt. Zudem war das Wochenende in Bonn Teil eines „Fernduells“. Denn parallel zu diesem Durchgang startete die direkte Konkurrenz in Bielefeld. Im Anschluss wurden die Ergebnisse beider Wettbewerbe zusammengeführt, um zu ermitteln, wer um den Aufstieg in die 1. Bundesliga kämpfen wird und welche Teams in der Relegation um den Klassenerhalt starten. So blieb es spannend bis zur letzten Minute, bis klar war: Der VfL hat es in die Relegation geschafft. Das Aushängeschild des Vereins, Jessica Steiger, hatte die Mannschaft zuvor mit vier persönlichen Bestzeiten auf Kurs gebracht. „Jessica hat die Mannschaft hervorragend angeführt und sich selber immer wieder motivieren können. Das kann eine Mannschaft dann schon vorwärts tragen“, lobte Götze seine Leistungsträgerin. Überhaupt fand er für das gesamte Aufgebot Worte der Anerkennung: „Jedes der Mädels hat alles gegeben. Viele persönliche Bestzeiten verhalfen zu einer sehr guten, stabilen und geschlossenen Mannschaftsleistung. Die Truppe hat sich super kämpferisch gezeigt und dadurch einiges möglich gemacht.“

Jessica Steiger selbst legt großen Wert auf den Teamgeist: „Es hat Spaß gemacht, mit den Jüngsten eine Mannschaft zu formen und gemeinschaftlich dieses Ziel anzugehen. Das ist schon etwas ganz Besonderes, den Jüngeren das „Einer für alle und alle für einen“ – Prinzip vermitteln zu können.“

Trainerin Sandra Steiger schätzt die Ausgangsposition für den Endkampf in 14 Tagen in Mülheim immer noch verhalten, aber durchaus positiv ein: „Wir sind auf Grund der couragierten Mannschaftsleistung zuversichtlich, nicht ganz chancenlos auf den Klassenerhalt zu sein“. Einziger Wermutstropfen: „Leider müssen wir dann auf eine unserer Schwimmerinnen verzichten. Eine Klassenfahrt steht an. Das schwächt die Aufstellung und macht die Aufgabe nicht einfacher.“

Für den VfL starteten Rebecca Armborst, Lena Giebe, Lisa Grasedieck, Lena Heinrichs, Michelle und Yvonne Klomfaß, Nour-Lucie Lehmbrock, Johanna Redzinski sowie Jessica und Nina Steiger, die Platzierungen für die Relegation stellen sich wie folgt dar:

7. VfL Gladbeck mit 19.150 Punkten

8. Mülheim mit 19.016 Punkten

9. Bayer Wuppertal II mit 18.799 Punkten

10. 1. FC Quadrath Ichendorf mit 18.733 Punkten

11. SG Siegen mit 15.569 Punkten

12. SG Krefeld, die als Absteiger bereits feststeht.

Quelle: WAZ

Drei Gladbeckerinnen standen beim 13. Euro Meet in Luxemburg im Aufgebot des Schwimmverbandes Nordrhein-Westfalen. Jessica und Nina Steiger sowie Michelle Klomfaß bot sich die Möglichkeit, internationale Wettkampf-Atmosphäre zu schnuppern.

VfL-Trainerin Sandra Steiger war den Leistungen ihrer Schützlinge zufrieden: „Die Drei hatten sich die Belohnung Luxemburg für eine starke letzte Saison mehr als verdient. Weiter belohnt haben sie sich dann durch die tollen Ergebnisse.“

Im Centre National Sportif et Culturel ging ein Rekordteilnehmerfeld von 623 Schwimmern aus 22 Nationen an den Start. Bei dieser Mammutveranstaltung setzte aus Gladbecker Sicht Nina Steiger (Jg. 97) über 50 m Schmetterling ein erstes Ausrufezeichen. In 00:31,31 Min. erkämpfte sie Silber – ihr erstes Edelmetall auf internationalem Parkett. Über 100 m Freistil gelang Nina Steiger in 1:03,38 Min. eine persönliche Bestzeit, über 200 m Lagen errang sie Platz sechs in ihrer Altersklasse.

VfL-Aushängeschild Jessica Steiger absolvierte abermals ein äußerst anstrengendes Programm. Nicht weniger als elf Starts schrieb sie sich, bedingt durch Finalteilnahmen, in ihr Wettkampftagebuch. Dabei erreichte sie über 100 und 200 m Schmetterling, 100 und 200 m Brust sowie über 200 m Lagen jeweils das A-Finale. Weil diese kurz hintereinander ausgetragen wurden, verzichtete Jessica Steiger auf den Endlauf über 200 m Schmetterling.

Eine richtige Entscheidung, die Gladbeckerin schwamm nämlich im offenen A-Finale über 200 m Brust in 2:34,14 Min. persönliche Bestzeit und belegte als beste Deutsche Platz fünf. Nur 14 Hundertstel fehlten Jessica Steiger zu Bronze. 20 Minuten später im A-Finale über 200 m Lagen und kurz darauf über 100 m Schmetterling sollten ihre Leistungen sogar jeweils zu vierten Plätzen reichen – in Feldern, in denen sie sich mit Europa-, Weltmeisterschafts- und Olympiateilnehmerinnen messen konnte. Es fehlten lediglich 23 Hundertstel beziehungsweise knapp eine Sekunde zu Bronze. Über 50 m Brust erkämpfte sich Jessica Steiger zudem mit einem hauchdünnen Abstand den zweiten Platz im B-Finale.

Michelle Klomfaß trat bei dem Schwimmfest in Luxemburg über 100 m Freistil (1:01,22 Min.), 200 m Freistil (2:10,86 Min.), 400 m Freistil (4:34,48 Min.), 800 m Freistil (9:28,91 Min.) und 200 m Vierlagen (2:30,28 Min.) an.

Quelle: WAZ


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